Norwegisch lernen leicht gemacht
Skandinavisch, Germanisch, Indogermanisch, Nordgermanisch – all das ist Norwegisch. Oder besser: So wird die norwegische Sprache eingeteilt.
Damit ist sie in derselben Sprachfamilie wie Englisch, Deutsch, Holländisch, Schwedisch, Afrikaans, Dänisch, Niederdeutsch und Jiddisch und nimmt mit fünf Millionen Sprechern Rang sieben ein.
Norwegisch ist ausschließlich in Norwegen eine Amtssprache, in keinem anderen Land wird diese Fremdsprache gesprochen.
Norwegisch ist eine der wenigen Sprachen, die nicht einheitlich standardisiert ist. Sie gibt es in vier Varianten:
Die Buchsprache, auch Bokmål oder Norsk genannt, wird von rund 90% der Bevölkerung geschrieben. Das Besondere dabei ist, dass es sich aus dem Dänischen entwickelt hat und auch als Tochtersprache gilt.
Der restliche Teil der Bevölkerung schreibt das sogenannte Nynorsk, auch als Neunorwegisch bezeichnet, das anstatt dem Dänischen, mehr dem Isländischen und Färöischen angegliedert ist.
Neben Bokmål gibt es das Riksmål, auch als Reichssprache bekannt, die mehr in der Literatur vorkommt und somit um ein gutes Stück näher am Dänischen, als am Norwegischen liegt, weil sich diese Sprache im Laufe der Jahrhunderte nicht groß weiterentwickelt hat.
Die vierte Variante schließlich ist das Høgnorsk, das Hochnorwegisch, das aber nur noch wenige können.
Da sich die verschiedenen Varianten des Norwegischen mit dem Dänischen, aber auch dem Schwedischen sehr ähnlich sind, können sich diese drei Völker untereinander sehr gut verständigen.
Norwegisch lernen ...
Will man sich die norwegische Sprache aneignen, dann hat man hier mehrere Möglichkeiten – je nachdem, ob man lieber alleine oder in der Gruppe lernt und wie die eigene Lerngeschwindigkeit ist.
Sprachschulen: Damit kann man prinzipiell nichts falsch machen. Die Kurse, die sehr zahlreich angeboten werden, sind auf die jeweiligen Norwegischkenntnisse des Schülers ausgelegt. So gibt es Anfängerkurse ebenso wie Fortgeschrittenenkurse und auch Kurse für Profis, die nur noch eine Auffrischung brauchen. Gelernt wird hier meist in der Gruppe, man kann aber auch Einzelunterricht erhalten. Das Norwegisch Selbststudium zuhause kann einem aber keiner abnehmen.
CDs, Bücher, Software: Egal, ob man in einer Sprachschule Norwegisch erlernt oder es sich selbst aneignen möchte, in beiden Fällen stehen CDs, Software und Bücher zur Verfügung. Dazu braucht man allerdings ein wenig Disziplin, um sich auch von selbst zuhause auf den Hosenboden zu setzen und zu lernen.
Sprachreisen Norwegisch Wer Norwegisch auf eine ganz andere Art lernen möchte, der kommt bei einer Sprachreise auf seine Kosten. Ein Urlaub, verbunden mit dem Lernen der Sprache, das ist für viele Menschen eine perfekte Art, sich Norwegisch anzueignen. Direkt vor Ort können so die ersten Kenntnisse angewendet werden.
Übersetzer: Nicht jeder will oder kann Norwegisch erlernen, und oft muss das auch gar nicht sein. Sollte man nur ab und zu mal einen Text auf Norwegisch brauchen, dann ist ein Übersetzer derjenige, der einem schnell und unkonventionell weiterhelfen kann. Deutsch – Norwegisch und Norwegisch – Deutsch sind für ihn kein Problem.
Norwegisch im Laufe der Zeit
Altnordisch, das ist der Ursprung der norwegischen Sprache. Dieses Altnordisch wurde einst nicht nur in Skandinavien gesprochen, sondern auch in Schottland, Irland, Mittelengland, in Island, auf den Färöer Inseln und sogar in Teilen Grönlands. Da Norwegen damals kaum Großstädte hatte und die Bevölkerung weit über das Land verstreut war, konnten sich viele unterschiedliche Dialekte bilden. Durch die Unwegsamkeit des Landes, entwickelte sich nie eine einheitliche Sprache. Aufgrund der Vorherrschaft der Dänen, gelangten viele Sprachelemente mit ins Norwegische, was man bis heute in der Sprache hören kann. Es entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte vier Varianten der norwegischen Sprache, wie oben bereits beschrieben. Davon sind heute das Bokmål und das Nynorsk amtlich anerkannt.
Zurück nach oben »